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Tourismus als Chance für die Landbevölkerung in Peru

Situation – Seit Jahren erlebt Peru ein solides Wirtschaftswachstum, auch nach dem kurzen Abschwung der globalen Finanzkriese. Trotzdem leben vier von zehn Peruanerinnen und Peruaner in prekären Verhältnissen, der grösste Teil von ihnen auf dem Land, wo in gewissen Regionen sogar sieben von zehn arm sind. Am stärksten betroffen sind Kleinbauernfamilien, die neben der Landwirtschaft kaum alternative Einkommensmöglichkeiten nutzen. Ein zweites Standbein könnte ihnen in naher Zukunft der Tourismus bieten. Perus grösste Attraktionen sind Bauwerke vergangener Kulturen, Dörfer, deren Einwohner weiterhin gemäss ihrer Tradition leben sowie die landschaftlichen Schönheiten. Diese touristisch zu nutzen bedeutet zugleich, ihren Schutz zu fördern. Nur solange Natur und Kultur intakt bleiben und die lokale Bevölkerung die Reisenden empfängt, entwickelt sich der nachhaltige Tourismus in diesen Regionen.

 

Projekt – Die verschiedenen Tourismusdestinationen Perus konkurrieren miteinander um Gäste. Den Löwenanteil sichern sich die weltberühmten und bestens erschlossenen Attraktionen wie Machu Picchu und die Erdzeichnungen von Nazca. Im ganzen Land gibt es jedoch unzählige weitere Regionen mit hohem touristischem Potential. Das vom Seco finanzierte Projekt unterstützt private und öffentliche Akteure in den Gebieten um Apurimac, Arequipa, Cuzco, Madre de Dios, Moquegua, Puno und Tacna (alle im Süden) sowie Nord- Amazonas, La Libertad und Lambayeque (Norden) dabei, ihre jeweilige Region als ganze zu vermarkten. Dabei weisen sie auf die Attraktionen und Gastbetriebe hin, die von der lokalen Bevölkerung angeboten und betrieben werden. Dank Weiterbildungskursen entspricht die Qualität internationalem Standard oder ist auf dem Weg dorthin. Swisscontact hat die Involvierten beim Aufbau ihrer regionalen Destinationsmanagementorganisationen (DMO) beraten wie auch den Süden und den Norden als Grossregionen, welche sich international vermarkten. Der nachhaltige Tourismus hat das Potential, zehn Prozent der Landbewohnerinnen und -bewohner ein Einkommen zu bieten. Damit bietet er 480‘000 Menschen einen möglichen Weg aus der Armut.

Tomás Caui (46) Llachon, Region Puno, Peru
«Seit der Weiterbildung fühle ich mich sicherer. Ich sage meine Meinung in Versammlungen der Gemeinde und werde nicht nervös, wenn ich mit Reiseagenturen zu tun habe. In unserer Pension haben meine Familie und ich die Qualität verbessert: wir haben jetzt neue Betten und Küchen. Auch in der Bedienung unserer Gäste haben wir uns verbessert. Unsere Einkünfte sind um 50 Prozent gestiegen, seit ich mit der Tourismusorganisation von Puno zusammenarbeite. Ich investiere sie in die Ausbildung meiner Kinder. Meine älteste Tochter studiert Tourismus und wird bald unser Geschäft übernehmen.»

Hauptpartner dieses Projekts
Staatssekretariat für Wirtschaft seco

 
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30. August 2010
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22. August 2010
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14. Juni 2010
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